Klimaszenarien CH2018: Die Schweiz erwärmt sich weiter
a reprint from ETH News, 2018-11-14
Die Schweiz wird trockener, heisser, schneeärmer und kämpft künftig mit heftigeren Niederschlägen – zu diesem Ergebnis kommen Klimaforschende von MeteoSchweiz und der ETH Zürich. Heute präsentierten sie die im Auftrag des Bundes erstellten Klimaszenarien CH2018. Sie bilden die Basis für die Anpassungsstrategie des Bundes an den Klimawandel.
Gemüsebauern bewässern die trockenen Böden, Tropennächte rauben Menschen den Schlaf und Hausbesitzer kämpfen mit Überschwemmungen. Eine Zukunft, die gemäss den Resultaten der Klimaszenarien bei ungebremstem Klimawandel absehbar ist. Bereits heute ist es wärmer als früher in unserem Land. «Wir müssen uns auf die Klimaveränderungen einstellen und uns anpassen», weiss Andreas Fischer, Projektleiter der Klimaszenarien CH2018 bei MeteoSchweiz.
Die Klimaszenarien CH2018 basieren auf den neusten Klimamodellen und erlauben den bisher genausten Blick in die Klimazukunft der Schweiz. Die Forschenden berechneten das Schweizer Klima für die nächsten hundert Jahre und betrachteten dabei neben möglichen Entwicklungen ohne zusätzlichen Klimaschutz auch ein IPCC-Szenario mit Schutzmassnahmen, welche den globalen Temperaturanstieg auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zustand begrenzen. Weiterlesen ...
Die Schweiz wird trockener, heisser, schneeärmer und kämpft künftig mit heftigeren Niederschlägen – zu diesem Ergebnis kommen Klimaforschende von MeteoSchweiz und der ETH Zürich. Heute präsentierten sie die im Auftrag des Bundes erstellten Klimaszenarien CH2018. Sie bilden die Basis für die Anpassungsstrategie des Bundes an den Klimawandel.
Gemüsebauern bewässern die trockenen Böden, Tropennächte rauben Menschen den Schlaf und Hausbesitzer kämpfen mit Überschwemmungen. Eine Zukunft, die gemäss den Resultaten der Klimaszenarien bei ungebremstem Klimawandel absehbar ist. Bereits heute ist es wärmer als früher in unserem Land. «Wir müssen uns auf die Klimaveränderungen einstellen und uns anpassen», weiss Andreas Fischer, Projektleiter der Klimaszenarien CH2018 bei MeteoSchweiz.
Künftig noch höhere Temperaturen
Die neuen Szenarien bestätigen und erweitern das bisher bekannte Bild
des Klimawandels. Sie zeigen vier Hauptveränderungen, die das Klima
ohne verstärkten weltweiten Klimaschutz in der Schweiz Mitte Jahrhundert
prägen:
1. Trockene Sommer
Die mittlere Regenmenge nimmt im Sommer langfristig ab, während die
Verdunstung mit steigender Temperatur zunimmt. Entsprechend werden die
Böden trockener. Die bodennahe Lufttemperatur steigt im Durchschnitt der
Sommermonate Juni bis August um 2,5 - 4,5°C im Vergleich zu heute.
Gleichzeitig fällt bis zu einem Viertel weniger Regen. Die längste
Trockenperiode ohne Niederschlag kann so im Sommer knapp drei Wochen
dauern.
2. Mehr Hitzetage
Die Höchsttemperaturen steigen erheblich stärker als die
Durchschnittstemperaturen. An den heissesten Tagen im Sommer wird es 2 -
5,5°C wärmer als heute. Hitzesommer wie in den Rekordjahren 2003 und
2018 können so zur Norm werden. Hitzewellen werden häufiger und
extremer. Dabei ist die Hitzebelastung in tief gelegenen städtischen
Gebieten am grössten.
3. Heftige Niederschläge
Einzelne Starkniederschläge werden in Zukunft häufiger und intensiver
ausfallen als heute. Der stärkste Niederschlagstag des Jahres wird
durchschnittlich etwa 10% mehr Regen bringen.
4. Schneearme Winter
Die Winter werden deutlich wärmer als heute, möglich ist ein
Temperaturanstieg von 2 - 3,5°C. Es fällt mehr Niederschlag – nicht in
Form von Schnee, sondern aufgrund der höheren Temperaturen eher in Form
von Regen. Schnee wird seltener und weniger. Die erwartete
Schneebedeckung in tiefen Lagen ist nur noch etwa halb so gross wie
heute. Die winterliche Nullgradgrenze klettert von heute 850 auf bis
1500 m ü. M. Entsprechend stark schrumpfen die schneereichen Gebiete der
Schweiz.
Klimazukunft verlangt nach Anpassung
Die Klimaszenarien CH2018 basieren auf den neusten Klimamodellen und erlauben den bisher genausten Blick in die Klimazukunft der Schweiz. Die Forschenden berechneten das Schweizer Klima für die nächsten hundert Jahre und betrachteten dabei neben möglichen Entwicklungen ohne zusätzlichen Klimaschutz auch ein IPCC-Szenario mit Schutzmassnahmen, welche den globalen Temperaturanstieg auf 2°C gegenüber dem vorindustriellen Zustand begrenzen. Weiterlesen ...