Posts

Posts mit dem Label "Erneuerbare" werden angezeigt.

Kalte Dunkelflaute: warum eine Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien fragwürdig erscheint

 Das Schweizer Mittelland, d.h. die Region zwischen Olten im Osten und Yverdon im Westen sowie zwischen dem Jura (1. Kette) im Norden und Wynau - Lyss - Murten im Süden, ist im Winterhalbjahr oft von einer kompakten Nebel- oder Hochnebelschicht bedeckt [1].  Diese Nebelschicht kann - je nach Wettersituation - sehr verschieden und kaum oder nur sehr schwer vorhersagbar. Hauptreiber für die Bildung dieser Nebelschicht sind warme Temperaturen in der Höhe (Inversion) gepaart mit tiefen Temperaturen am Boden, hoher Luftdruck sowie schwacher bis kein Wind. Der Effekt der Nebelschicht, die Lichtarmut bzw. Dunkelheit, kann noch zusätzlich durch hohe Schichtwolken verstärkt werden. Typischerweise verzeichnet die Region bei derartigen Nebellagen eine Globalstrahlung im sehr tiefen dreistelligen Bereich, oft noch darunter. Das laufende Winterhalbjahr (2021/22) verzeichnet seit Oktober über 50 nahezu oder vollständige Nebeltage. Die entsprechenden Erträge aus PV-Anlagen fallen entsprechen...

Stromproduktion Erneuerbare Energien: aktuelle Mangellage

 2021-12-23 #Wind #Strom #Wetter #Temperaturen #Wärme Aktuell gehen am Markt die Preise für Energie durch die Decke [1, 2].  Bedingt wird dies u.a. durch die seit längerem höheren Lufttemperaturen (Wärme) und der damit verbundenen Flaute (Hochdruckwetterlage (u.a. H Yascha). Das hat zur Folge das weiträumig ganze Windparks abgeschaltet werden und die Produktion heruntergefahren wird [3]. Zum anderen vermindert die eher sehr geringe Sonneneinstrahlung die Stromproduktion aus PV-Anlagen.  So liegen z.B. in weiten Teilen Deutschlands die Sonnenstunden weit unter dem mehrjährigen Mittel [4]. Preistreibend wirken zudem dass eine Reihe von Atomkraftwerden in Frankreich nicht am Netz sind und dass die Gasspeicher in Europe praktisch leer sind und zudem von einem Gaslauf von West nach Ost statt umgekehrt gesprochen wird. Aktuell herrscht die Meinung vor dass der Hauptgaslieferant GAZPROM eher aus technischen als nur geopolitischen Gründen nicht liefern kann [5]. Fazit: die Preise...

Strommangel in der Schweiz: mögliche Entwicklungen 2025

Bild
 2021-12-21 #Strom Gemäss einer aktuellen Studie könnte es in der Schweiz aufgrund der Rahmenbedingungen zu einer ausgeprägten Strommangellage ab 2025 kommen [1]. Demzufolge könnten an bis zu 500 Stunden pro Jahr Strom fehlen.  Verstärkt werden könnte die Situation noch durch eine schwache Produktion erneuerbarer Energieträger. So sorgt offenbar die diesjährige Flaute in der Nordsee dafür, dass Gaskraftwerke wieder angeschaltet werden [2]. Gesamthaft dürfte im bisherigen Herbst/Winter auch die PV-Stromproduktion wetterbedingt eher rückläufig sein. So liegt für Deutschland die Sonnenscheindauer im Dezember 2021 bei teils deutlich unter 50% [3]. Ähnlich dürfte es für die Schweiz aussehen wo insbesondere das bevölkerungsreiche Mittelland seit Wochen von einer stabilen Hochnebellage bedeckt wird. Es stellt sich die Frage ob die ausschließlich Umstellung auf erneuerbare Energieträger ausreichend ist, oder ob nicht viel mehr das Verhalten, der Betrieb, die Nutzung an sich überdacht ...

Warmes Wetter senkte 2018 den Schweizer Stromkonsum

20190615, reprint Im Jahr 2018 konsumierten Wirtschaft und Bevölkerung in der Schweiz 1,3 Prozent weniger Elektrizität als im Vorjahr. Gegenüber dem Spitzenjahr 2010 sank der inländische Stromkonsum sogar um 3,3 Prozent. Das lässt sich aus den Daten des Bundesamtes für Energie (BFE) von Januar bis November 2018 und dem Witterungsverlauf im Dezember abschätzen. Die offiziellen Daten über das Kalenderjahr 2018 folgen voraussichtlich Ende März; sie werden diese Schätzung mit plus/minus 0,2 Prozent bestätigen.  NACHTRAG: (hpg.) Das Bundesamt für Energie veröffentlichte heute, am 18. April, die offiziellen Zahlen: Der Stromverbrauch nahm 2018 um 1,4 Prozent ab, also 0,1 Prozent stärker, als von Infosperber vor anderthalb Monaten geschätzt (siehe Abschnitt oben). Am übrigen Inhalt dieses Artikels ändert diese Präzisierung nichts.  Noch stärker als der Stromverbrauch sank 2018 erneut der gesamte Energiekonsum in der Schweiz; die offiziellen Zahlen dazu w...

Engie Deutschland: Kombiniert 11.5 MW Batteriespeicher mit Pumpspeicher-Wasserkraft

Bild
a reprint from ee-news Sowohl Batteriespeicher wie moderne Pumpspeicherwerke können innerhalt von 30 Sekunden Primärregelenergie liefern. Engie Deutschland beide Speichertypen kombiniert und auf dem Gelände der Kraftwerksgruppe Pfreimd in der deutschen Oberpfalz einen 12.5 MW Lithium-Ionen-Speicher in Betrieb genommen. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung liegt mit 43 Prozent in Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt. Neue Technologien wie der Grossbatteriespeicher mit kurzen Reaktionszeiten ergänzen die bewährten Technologien und sind ein wichtiger Baustein für das Stromsystem der Zukunft. Der dezentrale Batteriespeicher ergänzt die bestehende Anlage des Pumpspeicherkraftwerks, das bereits heute rund fünf Prozent der Regelenergie für das deutsche Netz bzw. ein Prozent für das westeuropäische Übertragungsnetz liefert. Über ein Pooling beider Anlagen sorgt Engie für die nötige Besicherung der Regelene...

Windenergie mit neuem Produktionsrekord

a reprint from  energate Mit 132,5 Mio. kWh Windstrom erreichte die Produktion 2017 in der Schweiz einen neuen Höchstwert. Diese Zahlen gab die Vereinigung zur Förderung der Windenergie in der Schweiz (Suisse Eole) mit Sitz im baselländischen Liestal bekannt. Gemäss Angaben auf deren Homepage "ermöglichten sowohl das gute Windaufkommen wie auch neuere leistungsstarke Anlagen auf dem Mont Crosin diesen Rekord" im vergangenen Jahr. 2016 war die Produktion mit 108 Mio. kWh noch deutlich geringer ausgefallen. Die Schweizer Windstromproduktion 2017 entspreche dem Verbrauch von rund 38.000 Haushalten und decke damit nach wie vor nur 0,2 Prozent des gesamten inländischen Stromverbrauchs, schreibt Suisse Eole und blickt zum Vergleich nach Österreich. 37 Windanlagen in der Schweiz Dort lieferten 2017 Windenergieanlagen rund elf Prozent des Stromverbrauchs. Während in der Schweiz Ende vergangenen Jahres 37 Anlagen mit einer Leistung von 75 MW in Betrieb waren, verze...

Energiemanagement

„Energiemanagement ist die vorausschauende, organisierte und systematische Koordination der Beschaffung, Wandlung, Verteilung und Nutzung von Energie zur Deckung der Anforderungen unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer, technischer und gesellschaftlicher Zielsetzungen.“ nach VDI Richtlinie 4602, 2007. modifiziert W. Scharnhorst, 2018